Die Geschichte des SV Braubach 08

Es waren eine Handvoll Jugendlicher, die am 16. Juni 1908 den Fußballclub Braubach grün­deten. Zu einer Zeit, in der Fußball noch eine Randsportart war, sogar belächelt oder verspot­tet wurde. Das störte die junge Truppe um den Braubacher Karl Thum jedoch wenig. Sie wa­ren von der neuen Sportart so beigeistert, dass der Fußball in Braubach raschen Zuspruch fand.

Zu den Männern der ersten Stunde zählten:

Emil Baurhenn, Michael Bindczeck, Karl Blum, Heinrich Eschenbrenner, Willi Diehm, Wilhelm Fahrnbach, August Gras, Emil Gras, Wilhelm Hofmann, Ernst Krämer, Karl Kunz, Albert Marzilius, Emil Schmidt, Karl Wilhelm Schmidt, Fritz Schumacher, Willi Schweikhard und Albert Nef.

Das erste Spiel des Vereins wurde bereits kurze Zeit nach der Gründung am 17. Oktober 1908 gegen den Sportclub Höhr 08 bestritten.

Die erfolgreiche Entwicklung der ersten Jahre führte im Jahr 1910 zum Zusammenschluss mit dem inzwischen gegründeten Fußballclub Rhenania. Die Mitglieder einigten sich fortan den gemeinsamen Vereinsnamen „Sportverein Braubach 1908“ zu tragen.

Die erfolgreiche Sportära des SV Braubach wurde jedoch schnell durch die Wirren des
1. Weltkrieges, der auch in den Reihen des Vereins Opfer forderte, unterbrochen. Bereits in der Nachkriegszeit fanden sich jedoch wieder begeisterte Sportsmänner, die das Begonnene unter der Leitung von Georg Schütz weiterführten.

Es folgten von 1921 bis 1937 für den Verein bedeutende Jahre. In dieser Zeit setze sich der Verein auch im Bereich der Leichtathletik ein. Unter Otto Spiegel und Fritz Schumacher ent­standen die legendären „Marksburg-Kampfspiele“, die auch über die Stadtgrenzen hinweg bekannt waren.

Im Schicksalsjahr 1939 musste der aktive Spielbetrieb wiederum eingestellt werden. Die nun folgenden Jahre hinterließen auch in unserem Verein große und schmerzliche Lücken. Viele unserer Besten kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Aber schon kurz nach Ende des 2. Weltkrieges regte sich der Wunsch die geliebte Sportart wieder auszuüben, welcher im Herbst 1945 mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs erfüllt wurde.
In den Jahren des Wiederaufbaus legten maßgeblich Karl Bindczeck, Josef Meuser, August Steinmetz und Ottomar Ginsberg den Grundstein für die weitere Zukunft. So konnten zum

50-jähri­gen Jubiläum im Jahr 1958 drei Senioren- und eine Vielzahl von Jugendmannschaften gestellt werden.

Mitte der 70er Jahre wurde die Hochzeit im Jugendbereich erreicht. Von den Kleinsten bis hinzur A-Jugend konnte in jeder Altersklasse eine Jugendmannschaft gestellt werden. Da ver­wunderte es nicht, dass der Sportverein, dank der Mithilfe von Pfarrer Andres und Werner Korn, in dieser Zeit viele Vereine nach Braubach locken konnte und große internationale Ju­gendturniere veranstaltete.

Die Seniorenmannschaft schaffte zwischenzeitlich den Sprung über die Grenzen unseres Kreises und trat Anfang der 80er Jahre in der Bezirksliga an. Im Jahr 1988, nach dem Abstieg in die C-Klasse, wurde es jedoch stiller beim SV Braubach. Aber bereits nach kurzer Zeit nahm eine junge Truppe um Stephan Meuer das Herz in die Hand und schaffte innerhalb von nur 2 Jahren wieder den Aufstieg in die A-Klasse.

Ebenso entstand nach einigen Jahren ohne Nachwuchs, auch im Jugendbereich wieder eine ordentliche Basis für den Verein. Diese erfolgreiche Arbeit wurde sogar im Jahr 1999 mit einer Urkunde der Sepp-Herberger-Stiftung gewürdigt. Dank der hervorragenden Jugendarbeit unter der Leitung von Michael Hammer und Rüdiger Korn konnten im Sommer 1999 bei einem Jugendturnier wieder Hunderte von Nachwuchsspielern aus 50 Ju­gendmannschaften auf dem Vereinsgelände des SV Braubach begrüßt werden.

Aber auch die Hobbyfußballer lagen dem Verein bereits seit den Anfängen am Herzen. So reifte in den 90er Jahren die Idee eine Dorfmeisterschaft auszurichten. Dieses Turnier zieht bis heute zahlreiche Freizeitmannschaften aus der Stadt, sowie der Umgebung nach Braubach und erfreut sich jährlich einer großen Teilnehmerzahl.

Im Jubiläumsjahr 2008 sowie auch heute nehmen am offiziellen Spielbetrieb des SV Brau­bach zwei Senioren- und vier Jugendmannschaften teil. Mögen auch diese Fußballer die Ka­meradschaft pflegen und in schweren Zeiten zusammen stehen, so wie es in den vergangenen 100 Jahren im Sportverein Braubach 1908 getan wurde.

Den nächsten Meilenstein der Vereinsgeschichte gab es am 15.07.2016 zu vermelden. An diesem Tag wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Unter dem Motto "Aus Sand wird Gras (alternativ: Aus Rot wird Grün)" wurde der Sportplatz am Alten Gahnert von einem Hartplatz zu einem Rasenplatz umgebaut. Somit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um auch in Zukunft unseren Senioren- und Jugendmannschaften ein attraktives Umfeld zu bieten.

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